Virtual Reality – Arpara kündigt schlanke 5K-Headsets mit Micro-OLED-Displays ab 200 Gramm an

Zwei frisch angekündigte VR-Headsets vom chinesischen Hersteller Arpara zeigen derzeit, wohin der Weg auch für bekanntere Marken in Zukunft führen könnte. Beim kabelgebundenen „Arpara 5K VR Headset“ liegt das Gewicht laut Mixed.de bei lediglich 200 Gramm, da neuartige, 1,03 Zoll kleine Micro-OLED-Bildschirme verbaut werden.

Mit üppigen 2.560 mal 2.560 Bildpunkten (bei 120 Hertz und mit 95 Grad Sichtfeld) dürfte das ehemalige Fliegengitter hier eine ähnlich kleine Rolle spielen wie bei der HTC Vive Pro 2 (zum Test) oder der eigenständigen HTC Vive Focus 3. Das 6-DoF-Tracking nutze allerdings ein externes, nicht immer optimal reagierende System des Herstellers Nolo – mit dessen Controllern.

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Ein bislang großes Problem der neuen, winzigen Display-Technik sei übrigens, dass eine enstprechend stärkere, knifflige Vergößerung durch die Linsen nötig sei – mit entsprechenden Einbußen bei der Bildqualität. Die OLED-Technik könnte allerdings für gute Schwarzwerte sorgen. Es kann also gewiss nicht schaden, in diesem Bereich erst einmal Tests abzuwarten. VR-Legion.de erläutert zum verkabelten Headset:

„Im Gegensatz zu LCD-Displays hat das Mikro-OLED-Display atemberaubende 3514 PPI, was 5 bis 6 Mal mehr visuelle Details bedeutet, den Screen-Door-Effekt beseitigt, und eine bessere Reaktionszeit als LCD bietet, um die Latenz stark zu reduzieren.“

Das vielseitige Gerät mit manueller IPD-Einstellung von 56 – 72mm lasse sich an Smartphones, Computer und Spielkonsolen anschließen: Am Handy etwa werde es zu einem Media-Gerät, um z.B. 3D-Filme zu schauen, an der Konsole zu einem virtuellen Display und am Spielerechner zu einem kabelgebundenen PC-Headset, so das Magazin.

Das autarke Modell heißt „Arpara 5K All In One“, wiegt 380 Gramm (Oculus Quest 2: 516 Gramm). Es hat den selben Chip wie Facebooks Headset verbaut (Snapdragon XR2). Dieses eigenständige Modell besitzt passend dazu von Haus aus ein Inside-out-Tracking mittels sechs eingebauter Kameras. SteamVR-Spiele sollen sich kabelgebunden sowie kabellos in die VR-Brille streamen lassen. Statt eines eigenen App-Stores soll es allerdings lediglich eine Social-VR-Plattform im Stil der XRSpace Manova geben.

Vorbestellungen des kabelgebundenen Headsets sind theoretisch auf Arparas offizieller Website möglich, inklusive internationaler Lieferung. In der Praxis lässt sich die Seite derzeit aber nicht erreichen. Panasonic hat auf der letzten CES übrigens einen ähnlichen, überarbeiteten Prototypen mit Mikro-OLED-Displays präsentiert.

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